Tagesbett Test 2016/2017

Es steht ein Umzug in die erste eigene Wohnung an? Das ist die Zeit, in der nach passenden Möbeln gesucht wird. Besonders wenn es sich um eine Single-Wohnung bzw. eine 1-Zimmer-Wohnung oder ein WG-Zimmer handelt, stößt man schnell an seine Grenzen. Natürlich möchte man ein gemütliches Bett haben, jedoch verleiht dass dem Wohn-/Schlafzimmer keine ansehnliche Optik. Oder das Arbeitszimmer soll gleichzeitig als Gästezimmer genutzt werden und das Gästebett soll tagsüber als Sofa genutzt werden?

Hier muss niemand verzagen, denn für all diese „Einrichtungsprobleme“ besteht eine einfache Lösung: Ein Tagesbett! Tagesbetten bieten oftmals Stauraum in Form eines Bettkastens oder ein weiteres ausziehbares Bett schafft Platz für einen zweiten Gast. Für jeden Wohnraum und für jeden Geschmack bietet der Handel die Passsenden Möbel. Sei es ein Tagesbett mit verschnörkeltem Metallrahmen, ein Holzgestell oder ein Bettgestell aus Metall. Geht es um den Kauf von einem Tagesbett, dann fällt die Auswahl nicht leicht.

Was ist ein Tagesbett?

Ein Tagesbett ist schlichtweg ein Einrichtungsallrounder. Ein Tagesbett das sind zwei Möbelstücke in einem: Bett und Sofa. Oftmals bringen Tagesbetten einen großen Bettkasten mit oder eine zweite Schlafoption, die sich in Form einer zweiten ausziehbaren Matratze offenbart. Teilweise ist es möglich, die Modelle zu stapeln oder übereinander zu stellen.

Dank dieser Möglichkeiten ist es problemlos möglich, im Handumdrehen aus einem Bett zwei zu machen oder sogar ein Doppelbett zu gestalten. Das Tagesbett kann aufgrund seines Designs nicht nur als Schlafplatz dienen, sondern ebenso ein Sofa oder ein Gästebett beinhalten bzw. ein Solches sein.

Im Vergleich um klassischen Schlafsofa weist das Tagesbett einen Vorteil auf: Bei dem Tagesbett handelt es sich tatsächlich um ein Bett. In der Regel verfügt das Tagesbett über einen Lattenrost und eine Matratze. Letztere ist allerdings mit einem Bezug versehen und im Lieferumfang sind Kissen bzw. Seiten- und Rückenpolster enthalten. Mit diesen kann das Tagesbett über Tag bzw. wenn es nicht genutzt wird, in ein bequemes Sitzsofa verwandelt werden. Da es sich hier dennoch um ein Bett handelt und nicht um ein Sofa bzw. Schlafsofa, ist der Liegekomfort weitaus höher, als es bei den meisten Schlafsofas der Fall ist.

Das ist der Grund, warum die Tagesbetten vor allem in den Jugendzimmer heute sehr beliebt sind. Denn das Tagesbett liefert den nötigen Komfort, den ein Bett bieten sollte. Viele Eltern kennen das Problem, dass Schlafsofa ist nur zu Anfang eine tolle und beliebte Lösung, die einfach cool ist. Kommt es dann nach einiger Zeit zu Rückenschmerzen und Verspannungen oder anderen Wehwehchen ist der Wunsch nach einem richtigen Bett groß.

Aufgrund seiner zweckmäßigen Form wird das Tagesbett genauso gern als Gästebett genutzt, besonders wenn das Arbeitszimmer zugleich als Gästezimmer dient. Der Handel bietet viele Modelle, die nicht ausgezogen werden, sondern wo die Sitzfläche zugleich als Schlaffläche dient. In dem Fall werden die Kissen vom Tagesbett entfernt und die Bettwäsche aufgelegt – fertig ist die nächtliche Ruhestätte. Das ist ein Umstand, der es ermöglicht, das Tagesbett für ein Nickerchen am Tag zu nutzen. Dieser Tatsache verdankt das Tagesbett vermutlich seinen Namen.

Ein weiterer Vorteil des Tagesbetts ist, dass es auf den ersten Blick nicht als Bett zu erkennen ist – obwohl es je nach Modell und Ausstattung ebenso bequem daher kommt. Das ist der Grund, warum ein Tagesbett problemlos in die verschiedensten Räume und Raumdesigns integriert werden und das ohne optisch aus dem Rahmen zu fallen.

Die Vor- und Nachteile der Tagesbetten

Die Vorteile:

  • ist als Schlaf- und Sitzmöglichkeit nutzbar
  • sieht zumeist einem Bett nicht ähnlich
  • kann problemlos in die verschiedensten Räume integriert werden
  • bietet häufig zusätzlichen Stauraum (Bettkasten)

Die Nachteile:

  • der Bettrahmen ist häufig nicht so stabil wie beispielsweise ein Polsterbett
  • das ausziehbare Bett, ist zumeist nur mit einer dünnen Matratze versehen

Die verschiedenen Tagesbett-Varianten

Tagesbetten werden von den Herstellern und Marken in den verschiedensten Designs und Größen angeboten. Das bedeutet, sie gibt es zum Ausziehen, Zusammenschieben, oder zum Zusammenstecken. Selbst Tagesbetten mit und ohne Polster sind erhältlich – und alle können nach Lust, Laune und Bedarf genutzt werden.

Zudem sind Tagesbetten in den unterschiedlichsten Preisklassen erhältlich. Das sorgt dafür, dass jeder das für sich passende Tagesbett findet – ganz nach den eigenen Vorstellungen und Einsatzwünschen. Aber dafür hat der Verbraucher zugleich die sprichwörtliche Qual der Wahl. Darüber hinaus wird anhand der verschiedenen Materialien unterschieden, aus denen die modernen Tagesbetten hergestellt sind.

Tagesbetten aus Holz

Bei den Tagesbetten aus Holz besteht zumeist nur das Bettgestell aus Holz. Der Lattenrost liegt in der Regel bei diesen Modellen auf einer Metallverstärkung auf. Das Gestell besteht aus einem Kopf- und Fußteil und teilweise aus einer Rückwand. Je nach Form ist der Bettkasten entweder unter der Liegefläche, hinter dieser oder als Fach am Fuß- oder Kopfende zu finden.

Info: Sollte kein Bettkasten vorhanden sind, dann kann sich je nach Modell unter der Liegefläche eine weitere Matratze zu finden sein oder Stauraum. Manche Tagesbetten sind jedoch nach unten hin geschlossen und damit gibt es keine Möglichkeit unter ihnen etwas zu verstauen oder abzustellen.

Tagesbetten aus Metall

Im Trend sind heute Tagesbetten aus Metall und das in allen Altersklassen. Die Tagesbetten aus Metall zeichnen sich zumeist durch einen sehr schlichten und modernen Rahmen aus oder durch einen romantisch, stilvollen gestalteten Rahmen. Mit dem Wort „antik“ lässt sich die beliebteste Form der Rahmen beschreiben.

Bei den Tagesbetten aus Metall stellen schwarz, Silber, grau oder weiß, die beliebtesten und am weitesten verbreiteten Farben dar. Allerdings werden Metallbetten in weitaus ausgefalleneren Farben angeboten. Die Tagesbetten aus Metall weisen einen Nachteil auf, der vor allem bei der „antiken“ Version zu finden ist. Sie passt nicht zu allen Einrichtungsstilen. Ein zusätzlicher Nachteil ist, dass das Material „quietschen“ kann, wenn der Schlafende sich darauf bewegt.

Holz oder Metall?

Geht es um die Frage, aus welchem Material das Tagesbett sein soll, die Frage stellen, welcher Stil und welches Tagesbett am besten in den Raum passt, in dem es unterkommen soll. Die Auswahl der verschiedenen Hersteller und Marken sowie der Ausführungen ist riesig, sodass sich mit ein klein wenig Geduld selbst der ausgefallenste Wunsch erfüllen lässt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Metallbett in Pink oder das Holz-Tagesbett in Babyblau sein soll – selbst runde Tagesbetten sind heute keine Seltenheit mehr.

Worauf beim Kauf eines Tagesbettes achten?

Wer sich ein Tagesbett anschaffen möchte, der ist gut damit beraten sich passende Testberichte und Vergleich anzusehen. Darüber hinaus ist es ratsam einige Dinge beim Kauf zu beachten. Der Grund ist, dass nicht jedes Tagesbett in den dafür vorgesehenen Raum bzw. zu der Einrichtung passt, in dem es einen Platz einnehmen soll.

Die Qualität

Besonders auf die Qualität muss geachtet werden, dabei geht es vorrangig um die des Materials und die der Verarbeitung. Beides sorgt für einen festen Stand und beeinflusst die Lebensdauer des Möbelstücks im positiven bzw. negativen Sinn.

Das richtige Maß

Die Hersteller produzieren heute Tagesbetten in den verschiedensten Maßen, womit selbst Doppelbetten keine Seltenheit mehr sind. In der Regel weist die Liegefläche von einem Tagesbett die Standardmaße eines gängigen Einzelbettes auf: 90 x 200 cm. Die eigentlichen Maße des Tagesbetts können allerdings größer oder kleiner ausfallen, was bedeutet, dass die Liegefläche im zweifelsfrei kleiner ausfällt. Beim Kauf sollte daher stets darauf geachtet werden, dass das Tagesbett nicht zu groß für den Raum ist, in dem es unterkommen soll. Aber es sollte dennoch eine angemessen große Liegefläche aufweisen.

Die Höhe

Die meisten der Tagesbetten unterscheiden sich in Breite und Länge nicht stark voneinander, aber es gibt ein Maß, das von Modell zu Modell und von Design zu Design sehr unterschiedlich ausfallen kann: die Höhe. Ein Tagesbett kann je nach Ausführung durchschnittlich zwischen 40 und 100 cm hoch sein. Hier kommt es darauf an, ob unter der Liegefläche ein Bettkasten, Schubladen oder eine weitere Ausziehmatratze bzw. sonstiger Stauraum vorhanden ist.

Das passende Design und das Material

Jedes Tagesbett, sei es aus Holz oder Metall weist seine ganz eigenen Vor- und Nachteile auf. Sie sind es, die darüber entscheiden können, in welchem Stil oder Raumdesign das Tagesbett integriert werden kann. Die Holzbetten sind, je nach Modell und Konzept, besonders anpassungsfähig. Was die Metallbetten angeht, so können sie sehr schlicht ausfallen und so in viele Raumdesigns passen. Das Tagesbett aus Metall in der antiken Form ist stets ein Hingucker und wertet so manches Raumkonzept optisch auf oder verleiht ihm eine vollkommen neue Ausleuchtung. Wichtig ist zuletzt nur eines: Demjenigen der in dem Raum lebt bzw. diesen einrichtet, muss das Zusammenspiel zwischen Tagesbett und Raumdesign gefallen.

Der Einsatzzweck: das kleine aber feine Detail

Wofür wird das Tagesbett benötigt? Kinderzimmer, Jugendzimmer, Gästezimmer oder für einen anderen Einsatzzweck?

Beim Kauf eines Tagesbetts muss nicht nur auf die Maße geachtet werden sowie auf das Design, damit es zur Einrichtung passt, sondern auch auf den Einsatzzweck. Es werden Tagesbetten angeboten, die sich durch ihre Höhe und das Zubehör hervorragend als Kinder- bzw. Jugendbett eignen. Andere Betten sind dahingegen eher dazu gedacht, überwiegend als Sofa und nur hin und wieder als Bett zu dienen.

Die Reinigung und Pflege von Tagesbetten

In der Regel stellen Tagesbetten ähnliche Anforderungen wie die normalen Betten auch, wenn es um die regelmäßige Reinigung und Pflege geht. Es geht vor allem darum, dass Milben, Staub und Schmutz der Garaus gemacht wird. Der Unterschied zwischen Bett und Tagesbett ist, dass Letzteres nicht nur ein Bett ist, da es in der Nacht zum Schlafen und tagsüber oftmals zum Entspannen und Verweilen genutzt wird. Durch diesen Fakt ist das Tagesbett ist der Verschmutzungsgrad größer.

Bei der Pflege und Reinigung kann dennoch ähnlich vorgegangen werden wie bei einem Bett. Dient das Tagesbett als nächtliche Ruhestätte, dann sollte stets ein Bettlaken genutzt werden, welches regelmäßig gewechselt und gewaschen werden kann.

Hinweis! Darüber hinaus kann eine Auflage zum Schutz der Polster sinnvoll und hilfreich sein, wenn diese den Stil des Raumes nicht stören bzw. brechen. Von manchen Herstellern werden sogar entsprechende Bezüge für einzelne Modelle angeboten, die auswechselbar und waschbar sind.

Oftmals ist es möglich, dass Tagesbett mit Polsterpflege und Polsterreinigern, die für Sofas und Sitzmöbel angeboten werden, aufzufrischen und zu pflegen. Besonders nützlich bzw. sinnvoll sind diese, wenn das Polster des Tagesbetts über keinen waschbaren Bezug verfügt bzw. mit einem solchen geschützt wird.

Alternativen zum Tagesbett

Als eine beliebte Alternative zum Tagesbett gelten die Schlafsofas, die ausziehbar sind oder sich ausklappen lassen. In ihrer multifunktionalen Aufgabe sind sie den Tagesbetten sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch darin von dem Tagesbett, dass sie mehr Sofa als Bett sind.

Weitere Alternativen sind, wenn es darum geht einen zusätzlichen Schlafplatz einzurichten, zusammenklappbare oder aufblasbare Gästebetten. Auch diese sind im Handel bereits in verschiedenen Maßen und Designs erhältlich und lassen sich bei Nichtverwendung platzsparend verstauen.

Hersteller und Marken von Tagesbetten

Tagesbetten werden von den verschiedensten Herstellern und Marken angeboten. In der Regel werden diese bei den verschiedensten Möbelhäusern ausgestellt oder auf den eigenen Internetseiten angeboten. Einige bekannte Hersteller sind beispielsweise:

  • Home Affaire
  • Robe
  • Müller
  • Möbelwerkstätten
  • Wood
  • Ticaa
  • Urban
  • Designs
  • Heim & Haus

Oftmals arbeiten die Hersteller mit namhaften Möbelhäusern zusammen wie beispielsweise Poco oder Roller sowie mit Versandhäusern wie Baur und Otto. Abgesehen davon sind Tagesbetten auch bei renommierten Einrichtungshäusern zu finden worunter sich Ikea und das Dänische Bettenlager befinden. Vor allem die beiden skandinavischen Anbieter sind dafür bekannt, dass sie Tagesbetten in sehr unterschiedlichen Ausführungen, Designs und Preisklassen führen.

Die Geschichte der Tagesbetten

Heute sind die Schlafplätze so alt wie die Menschheit selbst. In diesem Zusammenhang muss allerdings erwähnt werden, dass die modernen Schlafplätze von heute nur noch sehr wenig mit den früheren Schlafstätten aus Stroh und Fellen gemeinsam haben. Die ersten Betten gab es im alten Ägypten und diese waren erstaunlicherweise den unsrigen bereits ungemein ähnlich.

Früher bestanden die Betten im Gegensatz zu Schlafplätzen, die aus Fellen, Stoffen und Heu bestanden, aus Liegen oder verlängerten Sitzflächen, auf denen die Menschen in erster Linie entspannten. Auf diesen wurde zudem geschlafen und sogar gegessen.

Info! Die Tagesbetten wurden im weiteren Verlauf der Geschichte und im Mittelalter vor allem bei den Reichen und bei Hofe äußerst beliebt. Auch bei diesen Modellen handelte es sich um ein Möbelstück, dass einem Sessel oder einem Sofa ähnelte. Allerdings verfügten sie über eine verlängerte Sitz- oder Liegefläche, dass der darauf „Ruhende“ in den verschiedensten Positionen verweilen konnte.

Die Tagesbetten, die beispielsweise als „Ohnmachts-Couch“ bezeichnet wurden, nicht zum Schlafen verwendet. Sondern sie dienten hauptsächlich der Entspannung oder waren für ein gelegentliches Nickerchen dienlich. Zudem war es, möglich auf dem Tagesbett bei Unwohlsein oder einer Schwäche auszuruhen. Besonders die Damen, die zu der Zeit oftmals ein enges Korsett den gesamten Tag trugen, diente das Tagesbett als Ort zum Ausruhen.

Nachweislich kam das Tagesbett im 16. Jahrhundert verstärkt in Mode. Es sollte sich jedoch als ein langer Weg darstellen, bis dass das Tagesbett als tatsächlicher und vollwertiger Schlafplatz in die Häuser und Wohnungen einzog. Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert kam das Tagesbett bzw. die Schlafplätze die ihm ähnlich waren, in Mode. Das war die Zeit, wo Familien auf engstem Raum mit ihren Bediensteten lebten und daher nur bedingt Platz für Betten vorhanden war. Das bedeutete, die Schlafplätze mussten multifunktional sein. Mägde oder Dienstmädchen schliefen nachts in einem Bett, welches sich tagsüber unter der Sitzfläche in der Küche verbarg.