Schaumstoffmatratzen Test 2016/2017

schaumstoffmatratzen kern
Schaumstoffmatratzen können aus einfachem Schaumstoff bestehen, wie er beispielsweise auch für Schwämme verwendet wird. Dieses Material kommt beispielsweise bei Kindermatratzen und bei absoluten Tiefpreismodellen für Erwachsene zum Einsatz. Es ist nicht lange haltbar, was bei Kindermatratzen nur bedingt eine Rolle spielt. Höherwertiger Schaumstoff ist gepresstes Polyurethan (PUR), diese Matratzen sind die in allen erdenklichen Ausführungen erhältlichen Kaltschaummatratzen. Darum soll es im folgenden Beitrag gehen.

Schaumstoffmatratzen Testsieger 2016

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Für wen eignet sich eine Schaumstoffmatratze?

Schaumstoffmatratzen eignen sich fast für jeden gesunden Schläfer, wenn er nicht allzu stark schwitzt (bei erhöhter Transpiration im Schlaf wäre eine Federkernmatratze besser geeignet. Sie sind sehr punktelastisch und verursachen keinerlei Geräusche, bei einer Positionsveränderung der schlafenden Person weisen sie ein sehr gutes Rückstellungs- und Federungsverhalten auf. Gut gepflegte Schaumstoffmatratzen eignen sich für Allergiker und – durch ihre Wärmeisolation – für Menschen, die nachts leicht frösteln.

Für wen ist die Schaumstoffmatratze nicht geeignet?

Stark schwitzende, ansonsten gesunde Personen sollten eher auf eine Federkernmatratze setzen, die ausgezeichnet durchlüftet wird. Wer ergonomische Probleme hat, profitiert anstelle der Schaumstoffmatratze (oder auch einer Federkernmatratze) von einer orthopädischen Matratze aus Naturlatex und Viscoschaum. Hierin können allerdings sogar Kaltschaumanteile enthalten sein, nur dominieren sie nicht.

Was ist eigentlich eine Schaumstoffmatratze?

Diese Matratze wird aus aufgeschäumten und dann gepressten PUR-Schaumstoff hergestellt. Der Schaum weist je nach Materialeinsatz ein bestimmtes Raumgewicht und eine gewisse Stauchhärte auf. Das Raumgewicht wird für die aufgeschäumte Rohmasse in kg/m³ angegeben, gute Werte beginnen bei 35 kg/m³ und können bis über 50 kg/m³ reichen. Die Stauchhärte ist ein Maß für den Druck, der für das Eindrücken des Schaumrohblocks um 40 % nötig ist. Diese Stauchhärte lässt an den belasteten Stellen über die Lebensdauer der Matratze etwas nach.

Daher stellen die Produzenten Schaumstoffmatratzen mit meist sieben Zonen her, wobei die Zonen mit der größten Belastung (Schulter und Gesäß) eine höhere Stauchhärte aufweisen. Das führt auch zu einer orthopädisch günstigeren Körperhaltung beim Schlaf. Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Kaltschaum und dem oben erwähnten einfachen Standardschaum: Letzterer neigt zur Kuhlen- und Mulden-Bildung, das passiert mit Kaltschaum nicht.

Wichtig zu wissen: Ein regelmäßiges Wenden erhöht die Lebensdauer von Schaumstoffmatratzen. Bei den 7-Zonen-Schaumstoffmatratzen wird das dadurch unterstützt, dass sie symmetrisch aufgebaut sind. Ein Wenden von Kopf- auf Fußende ist also ohne Einbuße beim Komfort möglich. Die sieben Zonen bestehen eigentlich aus vier Zonen, die in der Mitte gespiegelt sind. Die mittlere Zone ist die Hüftzone, die anderen eignen sich ebenso für Kopf und Schulter wie für die Beine und den unteren Beckenbereich.

Schaumstoffmatratze: Aufbau

Der Matratzenkern einer Schaumstoffmatratze besteht aus dem erwähnten PUR-Kaltschaum, das verwendete Polyurethan besteht aus den beiden Grundstoffen Isocyanat und Polyol. Bei der chemischen Reaktion dieser Stoffe erfolgt eine Aushärtung bei niedrigen Temperaturen. Um den Kern legen die meisten Hersteller weitere Schaumstoff-Schichten oft aus einfacherem Standardschaum mit dazwischenliegenden Luftkanälen.

Die moderne Matratzenproduktion kennt allerdings inzwischen viele Zwitter aus Kalt- und Viscoschaum, Kaltschaum und Naturlatex sowie Federkernmatratzen mit eingezogenen Kaltschaumbestandteilen. Der Kaltschaum wiederum kann ein sehr hohes Raumgewicht aufweisen und damit langlebig und belastbar sein, was die Qualität deutlich erhöht.

Des Weiteren kann er für die bessere Ergonomie und das optimale Schlafklima auf vielfältigste Weise geschnitten sein. Diese Details erklären die Preisunterschiede zwischen einzelnen Schaumstoffmatratzen. Als Überzug kommen die unterschiedlichsten Materialien wie Schaf- oder Baumwolle, Kunstfaser und auch antiallergene Spezialstoffe zum Einsatz.

Vor- und Nachteile einer Schaumstoffmatratze

Vorteile

  • relativ günstig in der Anschaffung
  • vergleichsweise leicht, dabei strapazierfähig
  • keine Geräuschbelastung
  • für unruhige Schläfer geeignet
  • punktelastisch
  • punktelastisch
  • warmes Schlafklima

Nachteile

  • für schwitzende SchläferInnen nicht empfehlenswert

Eigenschaften von hochwertigen Schaumstoffmatratzen

Die wirklich guten Schaumstoffmatratzen sind Schaumstoffmatratzen, bei denen es wiederum große Qualitätsunterschiede gibt. Einen wichtigen Anhaltspunkt für die Wertigkeit liefert das Raumgewicht des verwendeten PUR-Kaltschaums, das mindestens 40 kg/m³ betragen sollte. Schaumstoffmatratzen mit einem RG unter 30 kg/m³ sind definitiv nicht sehr hochwertig und werden auch kaum länger als sieben bis acht Jahre die Ausgangsform wahren.

Des Weiteren gibt es sehr gute Schaumstoffmatratzen mit einem 3D Profil (3D Würfelschnitt) und einer Matratzenhöhe ab 20 cm. In die 3D Profile sind längs und quer Luftkanäle eingeschnitten, die das Schlafklima deutlich verbessern. Wenn das Raumgewicht und die Stauchhärte hoch ausfallen und die Matratze außerdem ergonomisch vorteilhaft geschnitten ist, bietet sie beinahe so viel Unterstützung wie eine orthopädische Matratze. Allerdings ist bei wirklichen Wirbelsäulen-, Bandscheiben- und Nackenproblemen doch zur “echten” orthopädischen Matratze aus Naturlatex und oft Viscoschaum zu raten. Auf guten Schaumstoffmatratzen liegen SchläferInnen in allen Schlafpositionen gut.

Was ist beim Kauf einer Schaumstoffmatratze zu berücksichtigen?

Der Härtegrad ist das erste Kriterium, an welchem sich KäuferInnen orientieren können. Die Hersteller bieten die drei Grund-Härtegrade H1, H2 und H3 an, inzwischen gibt es auch H4 für sehr schwere Personen (über 110 kg Körpergewicht) sowie Zwischengrade wie H2,5. Gerade bei Schaumstoffmatratzen lassen sich solche Härtegrade durch die Technologie der Schaumherstellung sehr gut regulieren.

Sehr leichte Personen benötigen einen geringen Härtegrad. Natürlich spielen auch Präferenzen eine Rolle, manch ein Mensch liegt lieber härter als weicher. Zu beachten ist, dass die Härtegradangaben der Hersteller nicht genormt sind, was zu Unterschieden im Liegegefühl bei gleichem Härtegrad führt. Matratzen Testberichte helfen in dieser Frage weiter.

Die Stiftung Warentest bemängelt regelmäßig die Härtegradangaben der Produzenten. Ein Qualitätsausweis ist das Raumgewicht – je mehr, desto besser, aber meistens auch desto teurer ist die Matratze. Die Matratzenhöhe beeinflusst den Komfort, der Bezug das Schlafklima. Allergiker sollten einen antiallergenen Bezug wählen.

Erhältliche Größen der Schaumstoffmatratze

Schaumstoffmatratzen und auch sonstige Schaumstoffmatratzen gibt es in jeder erdenklichen Größe. Gerade die Sondergrößen sind bei dieser Matratzenart am häufigsten vertreten, weil sie sich mit Schaumstoff gut herstellen lassen.