Matratze entsorgen

Spätestens nach 5-8 Jahren ist es so weit - eine neue Matratze muss her. Matratzen werden täglich mehrere Stunden lang beansprucht. Durch das Gewicht und den im Schlaf abgesonderten Schweiß leidet das Bettpolster. Im Inneren tummeln sich Staub, Schimmel und Milben. Deshalb sollte eine Matratze aus hygienischen Gründen nach maximal acht Jahren ausgetauscht werden, auch wenn sie noch keine Liegekuhlen hat. Doch wohin mit der alten Matratze? Wer seine alte Matratze entsorgen will, hat mehrere Möglichkeiten.

Bei Lieferung der neuen Matratze abgeben

Wird die alte Matratze gegen eine neue Matratze getauscht, ist es eine gute Option beim Kauf der neuen Matratze die Abholung der Alten direkt zu vereinbaren. Viele Händler bieten diesen Dienst an. Diese bequeme Lösung kann allerdings ein paar Euro kosten. Es lohnt sich in jedem Fall, danach zu fragen. Der Vorteil dabei: Die Matratze wird von den Möbelpackern direkt aus der Wohnung abgeholt, muss also nicht mal vor die Haustür bugsiert werden.

Sperrmüll

Der Sperrmüll ist die bequeme Variante, um alte Matratzen zu entsorgen. In vielen Kommunen wird Sperrmüll kostenfrei abgeholt. In zahlreichen Regionen passiert das routinemäßig einmal pro Monat. In anderen Gebieten muss dafür eigens ein Termin mit den Stadtwerken oder dem Entsorgungsunternehmen vereinbart werden. Teilweise fällt dafür eine Gebühr an. So oder so - es reicht, die alte Matratze zum Abholtag vor die Haustür zu stellen, und die Sperrmüllabfuhr nimmt das Ding mit. Genauere Infos gibt es beim städtischen Entsorger.

Wertstoffhof

Wer nicht auf den Sperrmüll-Abholtermin warten will, kann die alte Matratze selbst direkt zum Wertstoffhof bringen. Zwar braucht man dazu ein ausreichend großes Auto und muss das alte Bettpolster ins Fahrzeug wuchten, dafür geht es mit dem Loswerden besonders schnell. Wertstoffhöfe haben vielerorts Montag bis Samstag geöffnet. Unbedingt den Personalausweis einstecken, manchmal wird geprüft, dass man wirklich ein Anwohner ist. Die Abgabe der Matratze ist kostenlos. Und bei Gelegenheit können gleich andere kaputte Haushaltsgegenstände entsorgt werden, etwa Elektroschrott oder altes Geschirr. Beim Wertstoffhof wird alles fachgerecht entsorgt und recycelt.

Weitere Optionen

Nicht immer hat die Matratze tatsächlich ausgedient und gehört in den Müll. Zuweilen ist das gute Stück noch brauchbar, bietet aber nicht genug Platz, passt nicht zu einem neuen Bettgestell oder kann beim Umzug in die Ferne nicht mitgenommen werden. Dann lohnt es sich, Alternativen zur Entsorgung zu wählen.

Verkaufen

Relativ neue und saubere Matratzen, die nicht mehr benötigt werden, lassen sich oft verkaufen. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für hochwertige und teure Bettpolster oder Matratzen in Sondergrößen an. Natürlich können auch andere Matratzen erfolgreich verkauft werden. Dazu einfach eine Annonce in den lokalen Kleinanzeigen oder bei Deutschlands größtem Onlineauktionshaus einstellen. Unbedingt Marke, Maße und Zustand mit angeben. Noch besser sind Fotos. So erhalten Interessenten einen guten Eindruck und es kommt beim Abholtermin nicht zu Enttäuschungen. Für gewöhnlich holen Käufer die Matratze zeitnah ab.

Spenden

Eine weitere Option, um eine gut erhaltene Matratze loszuwerden, ist sie an eine karitative Organisation zu spenden. In einigen Städten gibt es soziale Möbeldienste, ansonsten bieten sich Frauenhäuser, Caritas oder das Rote Kreuz an. In der Regel wird die Spende zu einem vereinbarten Termin abgeholt.

Verschenken

Manchmal bietet es sich an, ungewollte Möbelstücke oder Matratzen zu verschenken. Oft findet sich im Freundes- und Familienkreis ein dankbarer Abnehmer. Kommt dies nicht infrage oder lässt sich niemand für das gute Stück begeistern, lohnt es sich eine kostenlose Anzeige (lokales Stadtmagazin, lokale Kleinanzeigen) in der Rubrik "Verschenken" aufzugeben. Auf diesem Weg lässt sich oft ein Selbstabholer finden, der zeitnah vorbei kommt. Die Matratze irgendwo mit einem Zettel "zu verschenken" abzulegen, ist keine gute Idee. Dafür droht ein Bußgeld.