Matratze 80×200 Test 2016/2017

Ein gesunder, erholsamer Schlaf ist für die meisten Menschen das Geheimnis ihrer ausgeglichenen Gesinnung und ihrer Belastungsfähigkeit. So erscheint es nur logisch, sich bei der Anschaffung einer neuen Matratze so einige Gedanken machen zu müssen. Denn Matratze ist nicht gleich Matratze. Natürlich ist ein Probeliegen immer von Vorteil. Doch hilft es bei der Auswahl der richtigen Matratze bereits, wenn man sich im Vorfeld gut über die Unterschiede informiert.

Das Matratzenformat 80 x 200 cm ist ein sehr gängiges Format, das für schmale Erwachsene und Jugendliche / Kinder eingesetzt wird. Es eignet sich bestens als Folgeformat, wenn das Kinderbett zu klein wird. Da diese Matratze bereits wesentlich länger im Gebrauch bleibt als eine Kindermatratze, ist die Wahl des Materials extrem wichtig: Wie groß und schwer ist der Betreffende? Schläft er unruhig oder schwitzt er viel? Sind Rückenprobleme bekannt, die Beachtung finden müssen? Diese und ähnliche Fragen gilt es beim Kauf einer neuen Matratze zu beachten. Daher ist eine eingehende, vorherige Information überaus wichtig.

Eine Matratze 80×200 möchte individuell ausgewählt werden. Da die Bedürfnisse eines jeden Menschen voneinander differieren, müssen auch die Matratzen diesen Bedürfnissen angepasst werden: Einer schwitzt viel, der andere wälzt sich im Schlaf herum. Das gesamte Schlafverhalten will analysiert werden, damit die optimale Matratze das Schlafklima so konstant und gut wie möglich hält. Aus diesem Grunde werden Matratzen aus unterschiedlichen Materialien angeboten: Kaltschaum, Latex-Kokos-Kern, Federkern und andere. Sie alle haben sehr gute Eigenschaften, die es auseinanderzuhalten gilt.

Der Härtegrad einer Matratze trägt ebenfalls zum nächtlichen Wohlbefinden bei. Dies hängt zum einen von der körperlichen Verfassung ab. Zum anderen auch von den persönlichen Vorlieben.

Warum ist eine vernünftige, gute angepasste Matratze so wichtig?

Der Mensch benötigt seinen ausgewogenen Schlaf, damit er sich vom Alltag erholen und regenerieren kann. Durchschnittlich schläft der Mensch sieben Stunden jede Nacht – der eine mehr, der andere weniger. Doch während des Schlafens ist der Körper nicht ausgeschaltet. Hautschuppen lösen sich. Man schwitzt oder friert. Still liegen tut man auch nicht, denn auch hier unterscheiden sich die Gemüter. Der eine schläft fast im Sitzen, der nächste wühlt, das kein Laken an seinem Platz bleibt. Doch eines ist gewiss: Die Matratze würde ohne Schutz all die Absonderungen des Menschen aufnehmen. Für eine Nacht kein Problem. Jedoch ist ein Schutz recht einfach: Als erstes sollte über einen Matratzenschoner nachgedacht werden. Darüber kommt das Bettlaken. Beide sind schnell abnehmbar und mindestens bis zu 60°C waschbar. So haben Schmutz und Milben keine Chance, sich in der Matratze festzusetzen. Grundsätzlich wird mit einer Lebensdauer einer Matratze von rund zehn Jahren gerechnet.

Die Matratze mit den Abmessungen 80×200 wird nicht nur als Übergangsmatratze für Kinder verwendet, bis sie eine ausreichend große erhalten. Auch für das Gästebett ist sie durchaus ein gut gewähltes Mass. Doch wird diese Abmessung auch oft für Doppelbetten gekauft. Denn mit einem Partner in einem Bett zu schlafen, kann bedeuten, jede seiner Bewegungen live und in Farbe mitzuerleben. Werden jedoch zwei getrennte Matratzen verwendet, so hat jeder ausreichend Platz auf seiner Seite. Auch werden die Bewegungen eines unruhigen Schläfers nicht auf die andere Matratze übertragen, so dass der Schlafpartner durchaus ruhig und sanft die Nacht verbringen kann. In diesem Fall ist allerdings zwingend darauf zu achten, dass beide Matratzen dieselbe Höhe aufweisen.

Welcher Matratzen-Typ darf es sein?

Kaltschaummatratze:

Die Kaltschaummatratze wird aus Polyurethan hergestellt. Entweder es wird ein ganzes Stück ausgeschnitten oder mehrere kleine Stücken zusammengesetzt. Kaum eine andere Matratze kann eine derartige Anpassungsfähigkeit an den Körper, aber auch den Lattenrost aufweisen. Jedoch darf der Abstand nicht mehr als 4 cm zwischen den Latten betragen. Sie eignen sich auch für verstellbare Lattenroste. Die Kaltschaummatratze verfügt über gute Belüftungsmöglichkeiten, die mit der Zusammensetzung der einzelnen Schaumstücke zusammenhängen. Doch auch für den eher frostigen Typ ist sie bestens geeignet, da die Wärmeisolierung bestens funktioniert.

Kaltschaummatratzen werden gerne mit sogenannten Liegezonen angeboten. Diese unterstützen die unterschiedlichen Körperregionen durch unterschiedliche Druckentlastung. So ist es möglich, dass sich alle Muskeln während des Schlafes optimal entspannen. Grundsätzlich wird die Kaltschaummatratze mit einem Schonbezug angeboten. Dieser ist leicht abnehm- und waschbar. Dadurch ist sie auch sehr gut für Allergiker geeignet. Aufgrund der nur begrenzten Fähigkeit des Feuchtigkeitstransportes sollte die Kaltschaummatratze nicht von stark schwitzenden Menschen verwendet werden.

Hier bestünde die Gefahr, dass sich in der einen oder anderen Liegezone Feuchtigkeit sammelt, die nicht abtransportiert werden kann. Sehr unangenehm und daher besser vermeidbar. Um zu verhindern, dass sich Kuhlen bilden, sollte die Matratze alle ein bis zwei Monate gewendet werden. Wird dies beherzigt, kann sie eine Lebensdauer von zehn bis fünfzehn Jahren erreichen.

Die Federkernmatratze:

Die günstige Federkernmatratze hält, was ihr Name verspricht – sie enthält nämlich tatsächlich einen Metallfederkern. Dieser ist mit Schaumelementen gefüllt. Sie sind nicht sonderlich elastisch, jedoch mit einem unschlagbaren Vorteil gesegnet: Sie sind extrem gute Feuchtigkeitsentsorger. Daher sind sie die Wahl Nummer 1 bei “hitzigen” Menschen. Der Umkehrschluss führt einen zu der konkreten Aussage, dass sie für eher frostige Typen nicht geeignet sind.

Um die Bildung von Kuhlen nach einer gewissen Zeit zu vermeiden, sollte die Matratze in regelmäßigen Abständen umgedreht werden. Zusätzlich können Schaumstoffauflagen verwendet werden, um tatsächliche Kuhlen auszugleichen. Grundsätzlich kann man bei den Federkernmatratzen von einer Lebensdauer von rund 15 Jahren ausgehen.

Die Latexmatratze:

Sie wird entweder aus synthetischem oder natürlichem Latex gefertigt. Oft wird eine Kombination aus beiden Sorten angeboten. Es sollte allerdings angemerkt werden, dass sich die Natur Latexmatratzen in den höheren Preisklassen befinden. Vergleicht man das Naturlatex-Produkt mit dem synthetischen, so wird man feststellen, dass der Naturlatex mit höherer Elastizität brilliert. Dadurch entsteht ein besserer Liegekomfort. Einige Latexmatratzen Modelle weisen Löcher auf. Dies sind sogenannte Stiftlöcher. Sie verbessern die Atmungsaktivität sowie den Feuchtigkeitsausgleich. Allerdings ist dieser nicht optimal. Daher eignet sich diese Matratze nur bedingt für Personen, die nachts stark schwitzen.

Latex weist eine sehr gute Wärmedämmung auf. Daher ist diese Matratze für frostige Typen sehr gut geeignet. Latex ist ein sehr robuster Stoff, so dass sich eine sehr lange Lebensdauer ergibt. Schmutz, Schweiß und Feuchtigkeit haben nur einen geringen Einfluss auf dieses Material. Daraus ergibt sich eine sehr gute Verträglichkeit der Latex-Matratze für Allergiker. ACHTUNG bei einer Latex-Allergie. Des Weiteren passt sich die Latex-Matratze sehr gut an den Körper an, weshalb sie von Personen, die schmerzhafte Gelenke bzw. Probleme mit dem Bewegungsapparat haben, sehr gerne angenommen wird.

Viscoschaum-Matratze:

Genau genommen handelt es sich hierbei um eine Kaltschaummatratze. Allerdings befindet sich der Viscoschaum auf einer der beiden Matratzenseiten, manchmal auch auf beiden. Der High-Tech-Schaum ist hochelastisch und reagiert auf Wärme. So passt sich der Schaum exakt den Körperformen an. In Kombination mit dem Kaltschaumkern der Matratze sorgt der High-Tech-Schaum für eine sehr gute Stabilität und eine verbesserte Atmungsaktivität gegenüber einer reinen Kaltschaummatratze. Es entsteht ein Liegekomfort, der an Schwerelosigkeit erinnert, was besonders von Personen mit Rückenbeschwerden geschätzt wird. Unruhige Schläfer werden mit dieser Visco Matratze nicht glücklich werden, da der Viscoschaum die nächtlichen Bewegungen abbremst, sodass ein unruhiger Schlaf entsteht.

Gel-Matratzen:

Die Gel Matratzen weisen drei große Vorteile für den Schlafenden auf – Elastizität, Temperaturneutralität und letztlich eine sehr lange Lebensdauer. Man kann von einer Lebensanschaffung sprechen. Die Matratze wird mit einem Gel-Granulat gefüllt. Dadurch wird sie sehr nachgiebig. Diese führt dazu, dass der Körper optimal entlastet wird. Personen mit Problemen an der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates kann diese Matratze daher konkret empfohlen werden. Man kann sie mit einem Wasserbett vergleichen. Es wird ein fester Unterbau benötigt sowie eine Vinyl-Hülle, in die das Gel gefüllt wird. Menschen mit einem höheren Körpergewicht hingegen sollten diese Matratze meiden, da sie durch das Gel hindurch sinken, was auf Dauer zu einem Durchhängen der unteren Matratzenseite führt. Die Stützwirkung geht damit zu einem hohen Teil verloren.

Weitere Merkmale, die bei einem Matratzenkauf zu beachten sind

Natürlich ist für viele Menschen die Allergiefrage, die wichtigste. Aber auch der Härtegrad und das Raumgewicht sind entscheidend. Durch das Raumgewicht wird die Lebensdauer der Matratze bestimmt. Damit man sich nicht jedes Jahr ein neues Modell kaufen muss, sollte das Raumgewicht (RG) grundsätzlich mehr als 25 betragen. Als Mindeststandard wird ein Wert zwischen 30 und 40 betrachtet. Zwischen 40 und 50 gilt die Matratze als langlebig. Ab einem Wert von 50 wird die Matratze als Premium-Modell gehandelt. Federkernmatratzen sowie Latexmatratzen benötigen mehr Material zur Herstellung, wodurch ihr Raumgewicht von vornherein höher ist.
Der Härtegrad ist ebenso wichtig, denn keine Matratze ist so gefertigt, dass jedermann gut mit ihr zurechtkommt. Durch den Härtegrad wird angegeben, bis zu welchem Körpergewicht die Matratze genutzt werden kann. H1 steht für sehr weich, H5 für extrem hart.

Die Höhe der Matratze wird nur bedingt vom Bett bestimmt. Grundsätzlich sollte von einer Kernhöhe von 14 bis 19 cm und eine Gesamthöhe von 19 bis 24 cm ausgegangen werden. Bei einer zu geringen kann es vorkommen, dass man bis zum Lattenrost durch die Matratze durchsinkt. Dazu ist nicht nur das Körpergewicht des Nutzers in Betracht zu ziehen. Auch spielen persönliche Vorlieben wie einfaches Aufstehen durch eine erhöhte Matratze eine Rolle. Grundsätzlich sollte man in der optimalen Schlafposition, also der Seitenlage, nur mäßig weit einsinken.

Der Allergiker und die Matratze

Natürlich hat jeder Allergiker ein großes Augenmerk auf das verwendete Material sowie der Pflegemöglichkeiten der Matratze. So ist es für den Allergiker unumgänglich, dass die Allergiker Matratze von einem hochwertigen Schonbezug umgeben ist, der leicht abnehmbar ist. So kann dieser in den erforderlichen Abständen ganz einfach gewaschen werden. Eine Wohltat für jeden Allergiker. Natürlich muss auch das verwendete Material den Bedürfnissen des Allergikers entsprechen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass Kaltschaummatratzen und Naturlatex-Matratzen am besten für dieses Klientel geeignet sind.

Pflege einer Matratze

Neben dem Schonbezug, der Schmutz und andere Absonderungen sowie Feuchtigkeit aufsaugt, sollte die Matratze zusätzlich regelmäßig abgesaugt werden. Viele Staubsauger weisen einen entsprechenden Aufsatz sowie eine entsprechend Einstellung auf. Auch regelmäßiges Wenden, circa alle zwei Wochen ist zu empfehlen, da sich auf diese Weise erst spät Kuhlen bilden. Zudem bekommt es der Matratze sehr gut, wenn sie mehrere Stunden an der frischen Luft in der Sonne durchlüften kann. Dies vertreibt auf jeden Fall die Hausstaubmilben.