LiebesbrĂŒcke Test 2018

Wer ein Doppelbett nutzt, kennt sie. Die meisten DoppelbettschlÀfer hassen sie. Die Rede ist von der in gÀngigen Doppelbetten nicht zu vermeidenden Spalte zwischen den beiden getrennten Matratzen. Diese lÀstige Spalte beeintrÀchtigt den SchlÀfer, hat aber auch ganz praktische Auswirkungen auf die Matratzen selbst: die Besucherritze.

Was ist die Besucherritze?

Die Herkunft der so genannten Besucherritze ist schnell erklĂ€rt. Die ĂŒblichen Breiten bei uns bekannter Doppelbetten liegen im Bereich zwischen 1,80m und 2,00m. In EinzelfĂ€llen werden auch Breiten von 1,60m, oder ĂŒber 2,00m verwendet. Bei diesen Breiten kommen aus praktischen ErwĂ€gungen oft zwei Matratzen zum Einsatz:

Weichen die im Doppelbett schlafenden Partner im Gewicht deutlich voneinander ab, oder haben diese unterschiedliche Vorlieben hinsichtlich der HÀrte der verwendeten Matratze, wird die Aufteilung in zwei speziell auf den jeweiligen SchlÀfer abgestimmte Unterlagen erforderlich.

Ob weich oder hart, Schaumstoffmatratze oder Federkernmatratze, die Kanten jeder Matratze sind abgerundet. Das ergibt sich aus der Konstruktion und der mehr oder weniger weichen Beschaffenheit des Materials. Im Stoßbereich zweier solcher Matratzen verbleibt also zwangslĂ€ufig eine Spalte, die im Kantenbereich beginnt und in Richtung Matratzenunterseite abnimmt. Das Fugenlose aneinander fĂŒgen zweier Matratzen ist schlicht nicht möglich.

Was kann man gegen die Besucherritze machen?

Betrachtet man die Besucherritze aus der Sicht der SchlÀfer, wird klar, dass die Besucherritze den Schlafkomfort und die Zweisamkeit der Partner erheblich stört. Im Schlaf wird die Spalte zwischen den Matratzen aber unbewusst als Hindernis wahr-genommen. Abhilfe gegen die Besucherritze versprechen denkbar einfache, aber effektive Lösungen.

Diese verfolgen zwei unterschiedliche AnsĂ€tze. Mit der LiebesbrĂŒcke wird der vorhandene Spalt aufgefĂŒllt und somit geschlossen. Der Topper dagegen ĂŒberbrĂŒckt die Fuge mit einer flĂ€chigen Auflage ĂŒber die gesamte LiegeflĂ€che. Allerdings haben diese zur VerfĂŒgung stehenden LösungsansĂ€tze ihr ganz eigenen StĂ€rken und SchwĂ€chen und eignen sich jeweils nicht fĂŒr jede Form der Besucherritze.

LiebesbrĂŒcke / Matratzenkeil

Bei der LiebesbrĂŒcke, manchmal auch als Matratzenkeil bezeichnet, handelt es sich um eine T-Förmige "Leiste" aus Schaumstoff. Sie nimmt die Form der Besucherritze auf und fĂŒllt zwischen den Matratzen und im breiter werdenden Bereich der Matratzenkanten.
Ihr großer Vorteil liegt darin, dass die Fuge komplett ausgefĂŒllt wird. Somit wird der Leerraum zwischen den Matratzen genauso belastbar, die die Matratze selbst.

Dem Besuch der Kinder, aber auch einem ungestörten Schlaf, sowie der partnerschaftlichen Zweisamkeit, steht somit nichts mehr im Wege. Allerdings bringt die BesucherbrĂŒcke auch gewisse Nachteile mit sich. Durch die T-Form wird die Form der Fuge zwar bestmöglich aufgegriffen, ein nahtloser Übergang zwischen LiegeflĂ€che und LiebesbrĂŒcke ist aber kaum zu erreichen. Das bedeutet fĂŒr die SchlĂ€fer, dass auf dem Weg zwischen den Matratzen zwei spĂŒrbare Kanten, nĂ€mlich zwischen Matratze und BrĂŒcke und erneut zwischen BrĂŒcke und der zweiten Matratze, in Kauf genommen werden mĂŒssen.

DarĂŒber hinaus wird es wohl kaum möglich sein, mit der HĂ€rte der LiebesbrĂŒcke exakt die HĂ€rte der Matratzen zu treffen. Somit wird auch beim Thema Liegekomfort der Übergang zwischen den Matratzen immer spĂŒrbar bleiben.

Matratzen Topper

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt der Topper. Bei ihm handelt es sich um eine Matratzenauflage, die ĂŒber die gesamte LiegeflĂ€che gezogen wird. Mit einer Polsterung und MaterialstĂ€rke versehen, ĂŒberbrĂŒckt er viele Matratzenspalten mĂŒhelos.
Hervorzuheben ist die Eigenschaft des Toppers, ohne Materialwechsel oder VersÀtze auszukommen. Als Ergebnis erzeugt er eine homogene LiegeflÀche, die durch die Verwendung unterschiedlicher Matratzen dennoch flexibel auf die Anforderungen der jeweiligen SchlÀfer reagiert.

An seine Grenzen stĂ¶ĂŸt der Matratzen Topper jedoch bei breiteren Fugen. Da der Hohlraum nicht aufgefĂŒllt wird, sinkt eine Person durch die mangelnde TragfĂ€higkeit des Toppers ein. Als Resultat verbleibt eine lediglich in ihren Abmessungen reduzierte Fuge. Somit ist der Topper besonders bei harten Matratzen mit wenig abgerundeten Kanten anwendbar. Alternativ lĂ€sst er sich allerdings gut mit der LiebesbrĂŒcke kombinieren. Ist die Besucherritze durch die LiebesbrĂŒcke eliminiert, hilft der Topper, die MaterialĂŒbergĂ€nge zu kaschieren und verschwinden zu lassen.

FĂŒr welche Produkte eignet sich eine LiebesbrĂŒcke / Matratzenkeil

Die LiebesbrĂŒcke ist bei allen gĂ€ngigen Matratzentypen verwendbar. Ob Kaltschaummatratze, Federkernmatratze, oder auch Boxspringbett, da die Ă€ußere Formgebung bei allen Matratzen vergleichbar in Erscheinung tritt, schafft der Matratzenkeil universell Abhilfe. Selbst geteilte Wasserbetten lassen sich mit dem Matratzenkeil in eine durchgĂ€ngige LiegeflĂ€che verwandeln. Da das Material der LiebesbrĂŒcke die Bewegungen des Wasserbetts aufzunehmen vermag, steht der Nutzung in diesem Zusammenhang nichts im Wege.