Babybett Test 2018

Mit der Geburt benötigt das Kind einen eigenen Schlafplatz. Ideal ist es, wenn Babys in ihrem eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern schlafen. Zu einem Babybett gehört das Bettgestell mit umlaufenden GitterstÀben, ein Lattenrost, die Matratze und auf Wunsch Nestchen und ein Himmel. Es gibt unterschiedliche Arten von Babybetten, die mehr oder weniger lange genutzt werden können. Viele Babybetten lassen sich umbauen und können erst als Kleinkindbett, dann als Juniorbett bis zum Alter von etwa sechs Jahren genutzt werden. Jede Art von Babybett hat Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass das Bett kindgerecht gestaltet ist, aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien besteht und eine gesunde Schlafumgebung fördert.

Anwendungsbereiche Babybett

Babybett Test: Viele Eltern wollen das Kind im Blick behalten und benutzen daher in den ersten Lebensmonaten einen Stubenwagen oder eine Wiege, die flexibel durch die RÀume der Wohnung geschoben werden können. So schlÀft das Kind immer da, wo die Eltern es gerade beaufsichtigen können.

Wo aufstellen

Das Kinderbett sollte anfangs noch im Elternschlafzimmer stehen. Forscher haben festgestellt, dass weniger Kinder am plötzlichen Kindstod sterben, wenn sie in unmittelbarer NĂ€he zu ihrer Betreuungsperson schlafen. Man vermutet, der sogenannte plötzliche Kindstod könnte auf einen Aussetzer in der Steuerung der Atmung begrĂŒndet liegen. Beobachtungen zeigten, dass auch Kinder, die bei ihren MĂŒttern schlafen, Aussetzer in der Atmung haben. Allerdings können Eltern, die in der NĂ€he sind, auf diese Aussetzer reagieren, das Kind ansprechen oder anfassen, und damit setzt die Atmung normalerweise wieder ein.

Sind Kinder etwas grĂ¶ĂŸer und selbstĂ€ndiger, dĂŒrfen sie auch im Kinderzimmer schlafen. Wenn die Eltern nicht mehr nachts betreuen mĂŒssen, nicht gestillt oder gefĂŒttert werden muss, darf das Babybett in eine anderen Raum als dem Elternschlafzimmer stehen. Der Raum sollte gut gelĂŒftet sein und frei von KĂŒchendĂŒnsten und Rauch. Die ideale Raumtemperatur liegt bei etwa 16° C bis 18° C.

Nutzungsdauer im Babybett Test

Wie lange ein Babybett genutzt wird, hĂ€ngt von der Bauart ab. Stubenwagen, Wiege und Beistellbett sind meist schon zu klein, wenn das Kind seinen ersten Geburtstag feiert. Diese Bauarten sind zwar kostengĂŒnstig, aber meist maximal 110 cm lang. Babybetten, die als Gitterbett fest und frei im Raum stehen, sind dagegen 140 cm lang oder lĂ€nger.

bis 3 Jahre

Das kleine Kinderbett kann normalerweise drei Jahre genutzt werden. Das ist aber von der GrĂ¶ĂŸe und dem Wachstum des Kindes abhĂ€ngig: Manche Kinder wachsen schnell, schlafen unruhig. Dann ist das Bett möglicherweise schon nach zwei Jahren zu klein. Es muss also ein neues Bett gekauft werden, das alte muss entsorgt werden. Das ist weder besonders ökologisch, noch Kosteneffizienz. Andererseits gibt es Kinder, die zierlich sind und ruhig schlafen. Sie können das kleine Bett vielleicht auch vier Jahre nutzen. Trotzdem muss danach ein neues Bett gekauft werden, und die Kinder sind noch nicht groß genug fĂŒr ein Erwachsenenbett.

bis 6 Jahre

Manche Kinderbetten lassen sich zum Juniorbett umbauen. Dann werden alle GitterstĂ€be entfernt, Lattenrost und Matratze werden auf eine eher normale Höhe gestellt. Der Lattenrost muss also verstellbar sein. Das ist nötig, damit die Kinder selbst aus dem Bett heraus kommen, ohne sich dabei zu verletzen. Das Bett ist immer noch nur 140 cm oder 160 cm lang, aber das reicht fĂŒr Kinder bis zum Alter von sechs oder sogar acht Jahren. Das sogenannte Juniorbett ist erst im Grundschulalter zu klein, und dann können die Kinder schon ein Bett ErwachsenengrĂ¶ĂŸe nutzen. Diese umbaubare Variante des Kinderbetts/Juniorbetts ist etwas teurer, und der Umbau ist nicht ganz einfach. Trotzdem kann das Bett lĂ€nger genutzt werden, so dass sich die Investition lohnt.

Babybett Test: Arten

Babys brauchen nicht von Anfang an ein Bett zum Schlafen. Viele Eltern lassen die Neugeborenen in der Wiege oder im Stubenwagen schlummern. Das ist an sich unproblematisch, solange die Kinder noch in diese eher kleinen SchlafstÀtten passen. Aus dem Stubenwagen mit einer LÀnge von 90 cm beispielsweise sind die meisten Kinder im Alter von einem Jahr herausgewachsen.

Stubenwagen

Der Stubenwagen: Der kleine Wagen mit der textilen Verkleidung steht auf Rollen und kann in der Wohnung in jeden Raum mitgenommen werden. Das ist praktisch, aber als Babybett reicht der Stubenwagen nicht aus. Denn die WÀgen sind meist sehr klein mit einer LiegeflÀche von etwa 90 cm LÀnge oder sogar weniger. Schön anzusehen und sehr praktisch sind Stubenwagen trotzdem.

Beistellbett

Das Beistellbett steht neben dem Elternbett. FĂŒr Stillkinder ist der sogenannte Babybalkon besonders praktisch, denn das Kind kann einfach zum Trinken nachts "rĂŒberrutschen". Beistellbetten sind meist auch maximal 110 cm lang, so dass Kinder mit einem bis eineinhalb Jahren nicht mehr darin schlafen können. Wenn die Stillzeit vorĂŒber ist und die Kinder grĂ¶ĂŸer werden, brauchen sie ein "richtiges" Babybett.

Babybett

Als Babybett bezeichnet man freistehende Betten, in denen die Kinder rundum von Gittern geschĂŒtzt sicher schlafen können. Das Babybett ist klein genug, um den Kindern das GefĂŒhl von Geborgenheit zu vermitteln, aber groß genug fĂŒr die ersten drei bis sechs Jahre. Meist steht das Babybett im Elternschlafzimmer.

Babybett mit Rollen

Die Sonderform Babybett mit Rollen ist etwas flexibler, was die Raumwahl angeht. Das Bett kann, wenn die Eltern Ruhe benötigen, ins Kinderzimmer geschoben werden, oder kann mit ins Wohnzimmer oder in die KĂŒche genommen werden. So ist as Kind auch im Bett immer unter Aufsicht. Die Rollen verfĂŒgen ĂŒber kleine Feststellbremsen.

Babybett mit Wickelkommode

Das Babybett mit Wickelkommode ist ein kleines Raumwunder: Die beiden MöbelstĂŒcke sind so miteinander verbunden, dass sie weniger Platz einnehmen als das einzeln der Fall wĂ€re. Außerdem ist es einfach praktisch, wenn der Weg zwischen Wickelkommode und Bett kurz ist. Denn das Leben von Neugeborenen spielt sich zu 90 % hier ab.

Babywiege

In der schaukelnden Wiege schlafen viele Kinder schneller ein und schlafen ruhiger als im Bett. Das schĂ€tzen Eltern natĂŒrlich. Aber die Wiegen sind kleiner als das Babybett, sie sind meist nur 90 cm lang. Mit einem Jahr etwa ist das Kind aus der Wiege herausgewachsen, ein Bett muss also ohnehin gekauft werden.

Verschiedene Babybett GrĂ¶ĂŸen

Zwei GrĂ¶ĂŸen sind gĂ€ngig: Das Babybett mit 60 cm x 120 cm und das Juniorbett mit 70 cm x 140 cm. FĂŒr diese GrĂ¶ĂŸen gibt es auch Matratzen und Lattenroste von ganz unterschiedlichen Herstellern, so dass immer ein passendes Teil nachgekauft werden kann. Viele Hersteller bieten daneben ganz eigene GrĂ¶ĂŸen an, die irgendwo zwischen den beiden Standards oder darunter liegen. In diesem Fall mĂŒssen textile Ausstattungen und BezĂŒge vom gleichen Hersteller kommen, sonst findet man die passende GrĂ¶ĂŸe nicht.

Die GrĂ¶ĂŸeangaben sind nicht einheitlich. Meist wird das Innenmaß angegeben, also die GrĂ¶ĂŸe der Matratze. Da das Bett außen noch einen Rahmen hat (und gegebenenfalls Anbauten wie Regale, SchrĂ€nke oder Wickeltisch), ist die Konstruktion insgesamt grĂ¶ĂŸer.

Beistellbetten haben ebenfalls keine einheitliche GrĂ¶ĂŸe. Die Matratzen können rund oder oval sein, je nach Hersteller ist das Bett anders geformt. Normalerweise liegt die Breite der Matratze bei 35 bis 60 cm und die LĂ€nge bei 70 bis 90 cm, in seltenen FĂ€llen bis 104 cm. Da die Matratze im Beistellbett locker auf dem Lattenrost liegt, darf auch etwas Spiel zu den GitterstĂ€ben sein. Die GrĂ¶ĂŸe der Matratze muss also nicht millimetergenau auf das Beistellbett abgestimmt sein.

Bei Stubenwagen wird die GrĂ¶ĂŸe oft mit 40 cm x 70 cm angegeben, einzelne Hersteller weichen aber auch hier vom Standard ab. Breiten von 40 cm bis 75 cm und LĂ€ngen bis 104 cm sind zu finden. Die textile Ausstattung ist beim Stubenwagen dabei, lediglich passende BezĂŒge fĂŒr Matratzen, Decken und Kissen mĂŒssen separat erworben werden.

Babywiegen haben noch einmal andere GrĂ¶ĂŸen, meist liegen sie bei 40 cm auf 90 cm. Die Wiege wird in der Regel komplett mit textiler Ausstattung erworben, so dass die Textilien in der GrĂ¶ĂŸe garantiert passen.

Kaufberatung

Beim Kauf eines Babybetts mĂŒssen eine Dinge beachtet werden. Ob ein Babybett haltbar ist, gute QualitĂ€t hat und lange genutzt werden kann, hĂ€ngt von verschiedenen Faktoren ab. Einige davon haben auch Einfluss auf die SchlafqualitĂ€t des Kindes, andere eher auf die Gesundheit.

DIN EN 716

Die DIN EN 716 legt fest, wie es um die Sicherheit des Babybetts bestellt ist. Sie betrifft Kinderbetten, Babybetten und Reisebetten mit einer LĂ€nge von 90 cm bis 140 cm. LĂ€ngere und kĂŒrzere Betten sind von der Regelung also ausgenommen. Wird die DIN EN 716 bei einem Beistellbett mit einer LĂ€nge von 85 cm nicht angegeben, ist das kein Hinweis auf mangelnde QualitĂ€t. Die Norm legt die MindestabstĂ€nde zwischen Matratze und Oberkante des umlaufenden Gitters fest, beschĂ€ftigt sich mit der Höhenverstellbarkeit der LiegeflĂ€che und der Sicherheit der einzelnen Bauteile des Bettes. Bei Reisebabybetten legt sie außerdem fest, wie leicht oder schwer das Bett zusammenklappbar sein sollte.

StabilitÀt

Ein Babybett muss keinen erwachsenen Menschen aushalten, sollte aber trotzdem ein Vielfaches des Kindergewichts tragen können. Alle Bauteile mĂŒssen fest miteinander verbunden sein, das Bett sollte möglichst nicht wackeln. Und die Teile mĂŒssen so aneinander befestigt sein, dass sich spielende Kinder nirgends klemmen oder verhaken können.

Verarbeitung

Babybetten mĂŒssen sauber verarbeitet sein. Scharfe Kanten, Ecken oder vorstehende kleine Holzteile sind nicht erwĂŒnscht. Alles, was zu Verletzungen fĂŒhren könnte, muss vermieden werden. Daher sollten Schrauben und NĂ€gel immer versenkt und im Idealfall abgedeckt sein. Bei einem Bett mit herausnehmbaren GitterstĂ€ben mĂŒssen die StĂ€be so gestaltet sein, dass ein Kind sie nicht alleine aus dem Gitter entfernen kann. Gleichzeitig mĂŒssen sie locker genug sitzen, ass Erwachsene sie ohne Probleme entfernen können.

Material

Ein Babybett muss nicht unbedingt aus Massivholz sein. Solange die verarbeiteten Materialien frei von gesundheitsschĂ€dlichen Chemikalien sind und keinerlei Gefahr fĂŒr Kinder darstellen, ist alles in Ordnung. Die OberflĂ€chen des Babybetts sollten versiegelt sein, um das Material hygienisch und sauber halten zu können. Sie dĂŒrfen aber nur mit gesundheitlich unbedenklichen Farben und Lacken behandelt sein. Denn Kinder nehmen alles in den Mund und untersuchen mit der Zunge. Die verwendeten Farben und Lacke mĂŒssen also auch das aushalten. Sie dĂŒrfen sich bei Kontakt mit ZĂ€hnen nicht lösen, dĂŒrfen nicht wasserlöslich sein und nicht abblĂ€ttern.

TÜV

Wie viele andere GegenstĂ€nde fĂŒr Kinder prĂŒft der TÜV auch Babybetten. Untersucht wird die sichertet der Betten. Und zwar hinsichtlich Material wie auch in Sachen Verarbeitung. Der Gebrauch wird ĂŒberprĂŒft, und man achtet auf die Belastbarkeit. TrĂ€gt ein Babybett das Siegel "TÜV-geprĂŒft", kann man von guter QualitĂ€t und sicherer Verarbeitung ausgehen.

Höhenverstellbarkeit / Lattenrost

Babys entwickeln sich unglaublich schnell. Im Alter von vier Monaten können die meisten Kinder sich schon fortbewegen, mit sechs Monaten setzen sich viele Kinder zum ersten Mal selbst hin. Mit acht Monaten krabbeln die Kinder durch die Wohnung, und zwei Monate spĂ€ter ziehen sie sich an allem, was sie greifen können, in den Stand. Auch am Gitterbett. Es ist zwar praktisch, wenn die Matratze fĂŒr Erwachsene auf HĂŒfthöhe hĂ€ngt und das Kind ohne BĂŒcken in das Bett gelegt werden kann. Aber ab Sitzalter ist das ein Sicherheitsrisiko. Denn die Kinder können sich hinsetzen und ĂŒber das Gitter lehnen. Aus dieser Position heraus fallen sie leicht aus dem Bett. Deshalb ist ein verstellbarer Lattenrost wichtig. Sowie das Kind sich selbst setzen kann, wird der Lattenrost nach unten gestellt. Die GitterstĂ€be sorgen dafĂŒr, dass die Kinder nicht einfach aus dem Bett herauskommen. Sind die Kinder schon etwas mobil, nehmen viele Eltern einen Teil der GitterstĂ€be aus dem Rahmen des Bettes heraus. Das ermöglicht es den Kindern, nach dem Schlafen selbst aufzustehen. Allerdings funktioniert auch das nur, wenn der Lattenrost knapp ĂŒber dem Boden ist.

GitterstÀbe

Die GitterstĂ€be sind am Babybett, und das Kind zu schĂŒtzen und seine Sicht etwas einzugrenzen. Die StĂ€be sorgen dafĂŒr, dass das Kind nicht einfach aus dem Bett rollen kann. Sie werden normalerweise mit textilen Polstern verkleidet, die dem Kind optisch enge Grenzen setzen. Das soll beruhigen und fĂŒr SchlĂ€frigkeit sorgen. FĂŒr die Sicherheit der Kinder ist wichtig, dass der Abstand zwischen den GitterstĂ€ben nicht zu groß ist. Sie sollten nicht in der Lage sein, den Kopf durch die StĂ€be zu stecken. Festgelegt ist, dass der Abstand zwischen den einzelnen GitterstĂ€ben mindestens 45 mm betragen muss und selbst unter hoher Belastung nicht weiter als 65 mm sein darf. Querelemente darf es am Bett aus SicherheitsgrĂŒnden ebenfalls nicht geben, denn daran könnten Kinder nach oben klettern und ĂŒber das Gitter aus dem Bett stĂŒrzen. Abnehmbare Kleinteile wie Schrauben, Muttern, Aufkleber oder Ă€hnliches dĂŒrfen sich am Bett nicht in Reichweite der Kinder befinden.

Werden die Kinder grĂ¶ĂŸer, können sie alleine aufstehen. Jetzt sollten einige GitterstĂ€be aus dem Bettrahmen genommen werden, damit die Kinder auch alleine aus dem Bett heraus können. Ob nur drei StĂ€be entfernt werden können oder alle herausgenommen werden, hĂ€ngt vom genauen Modell ab. Beides hat Vor- und Nachteile.

Babybett Öko-Test

Den letzten Babybett Ökotest gab es im jĂ€hr 2017. Getestet wurden 10 Kinderbetten in Bezug auf ihre Sicherheit und die Verarbeitung. In Sachen Sicherheit haben alle zehn Betten gut abgeschnitten, aber die Verarbeitung ließ immer noch zu WĂŒnschen ĂŒbrig, wie Ökotest rĂŒgte. Eines der getestet Betten enthielt sogar verbotene Substanzen.